Schweiz

Wenn O-Beine behindern

Durch Mangelernährung oder andere Faktoren verursacht, sind O-Beine in den Entwicklungsländern ein ernsthaftes Gesundheitsproblem.
Wenn die Schienen entfernt sind, kann Maurel in ein besseres Leben laufen.

Der dreijährige Maurel aus Benin schläft im Krankenbett an Bord der Africa Mercy. Neben ihm sitzt seine Mutter Renée und streichelt zärtlich seine Hand. Maurel ist erst kürzlich operiert worden, um eine besonders starke Krümmung seiner Beine zu korrigieren. O-Beine sind bei kleinen Kindern, solange die Knochen noch nicht fest sind, nicht ungewöhnlich. Bei Maurel war die Krümmung jedoch so extrem, dass sie ihn sein Leben lang behindert hätte.

Es fiel seiner Mutter zum ersten Mal auf, als Maurel zwei Jahre war. Sie war alarmiert und brachte ihn ins nächste Spital. Dort wurde eine korrekte Diagnose gestellt und ein Operationstermin anberaumt. Doch als man erfuhr, dass Renée eine reiche Verwandte hatte, verlangte das Spital auf einmal viel mehr, als ursprünglich vereinbart. Das konnte Renée nicht aufbringen, und so hatte sie keine andere Wahl, als mit ihrem kleinen Sohn nach Hause zu humpeln.

Monate vergingen. Da hörte Renée, dass ein Schiff nach Benin kommen und kostenlose medizinische Hilfe bringen würde. Erst war sie skeptisch. Aber als sie in der Stadt ein Poster sah, das zeigte, welche Operationen Mercy Ships anbot, war sie überzeugt. Auf dem Plakat war ein Foto von einem Kind mit O-Beinen genau wie die ihres Jungen!

Zu schön, um wahr zu sein?

Obwohl Maurel im Frühjahr für eine Operation an Bord der Africa Mercy angenommen wurde, wollte sein Onkel den Eingriff nicht erlauben. Er dachte, an diesem kostenlosen Angebot müsse etwas faul sein, und fürchtete, die Operation würde nicht korrekt ausgeführt und Maurel hinterher erst richtig zum Krüppel werden. Warum sollten Ärzte umsonst arbeiten? Wenn sie nicht bezahlt wurden, dann konnten sie wohl auch nichts.

Aber Renée bereut nicht, dass sie Maurel zu einer Operation auf das grosse weisse Schiff gebracht hat. „Alles hier ist gut“, sagt sie. „Ich bin sehr glücklich.” Und Maurel erholt sich gut nach dem erfolgreichen Eingriff. Es wird zwar noch eine Weile dauern, bis die Verbände abgenommen werden. Aber dann wird er normal laufen können. Und vielleicht seinen Traum erfüllen und ein erfolgreicher Geschäftsmann werden.

Dank Mercy Ships sind Renées Träume für Maurel nicht mehr unerreichbar.

Schulung lokaler Orthopädieärzte

Während die Africa Mercy im Hafen liegt, arbeiten wir mit lokalen Spitälern zusammen, um Ärzte und Chirurgen in orthopädischen Eingriffen zu schulen. Kommen Sie mit auf einen virtuellen Rundgang durch ein Krankenhaus in Lomé, Togo, und schauen Sie Ärzten beim Training und Patienten bei der Physiotherapie zu.

Mercy Ships - Schulung westafrikanischer Orthopädieärzte

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