Schweiz

Aussicht von Kelly

Kelly aus Anières (GE) wird die Kinder der Mitarbeiter auf der Africa Mercy in den nächsten zwei Jahren in Französisch unterrichten.

Wie hast du von Mercy Ships erfahren?

Kelly: „Ich habe Mercy Ships durch meinen Onkel und seine Frau kennen gelernt, die auf der Anastasis waren. 2001 war ich für eine Woche bei ihnen und eine Freundin hat mich vor kurzem daran erinnert, dass ich damals zu ihr sagte: ,So etwas will ich später auch machen!’ Und da bin ich nun, zehn Jahre später, und ein Traum geht in Erfüllung!”

Was hat dich motiviert, dich zu bewerben?

„Vor etwa zwölf Jahren habe ich Bekannte in Zimbabwe besucht. Seit damals bin ich fasziniert von Afrika und wollte immer zurück. Letztes Jahr habe ich mich am Knie verletzt und musste operiert werden. In der Reha hatte ich viel Zeit, über meine Zukunft nachzudenken. Ich habe im selben Jahr meinen Abschluss gemacht und hatte keine Ahnung, was ich danach machen wollte. Sicher, ich mag Kinder. Aber ich spreche auch vier Sprachen und wollte das nutzen. Deshalb kam mir der Gedanke, mir Mercy Ships einmal näher anzusehen.”

Was war dein erster Eindruck von der Africa Mercy?

„Mein erster Eindruck war: ‚Wow, das ist unglaublich!’ Das Schiff ist viel grösser, als ich dachte, und ich bin fasziniert. Mein nächster Gedanke war: ‚Hier bin ich jetzt zu Hause!’ Ich war ganz gespannt darauf zu entdecken, was es auf diesem riesigen Spitalschiff alles gibt.”

Was war dein erster Eindruck von Sierra Leone?

„Ich hatte das Glück, das Land ganz unmittelbar kennen zu lernen, weil ich zwei Wochen in einem kleinen Dorf gearbeitet und direkt mit den Einheimischen zu tun hatte. Obwohl sie in einem der ärmsten Länder der Welt leben, haben sie ständig ein Lächeln auf den Lippen. Nach dem Krieg, der ihr Land verwüstet hat, sind sie bereit für Veränderungen; sie sind sehr offen und vertrauensvoll. Ich denke, für uns Westler ist es eine Ermutigung,  zufrieden zu sein mit dem, was wir haben, und nicht immer noch mehr zu wollen.”

Was motiviert dich, hier umsonst zu arbeiten?

„Als Lehrerin möchte ich lernen, wie man mit Kindern aus verschiedenen Kulturen umgeht und sie integriert. Die Arbeit für eine internationale Organisation, bei der 40 verschiedene Nationalitäten aufeinander stossen, ist sehr interessant und herausfordernd. Die Erfahrungen auf der Africa Mercy können mir für die Zukunft und meine spätere Arbeit von Nutzen sein. Deshalb habe ich nicht gezögert, mich zu bewerben!”

Hosting von Hostpoint