Schweiz

Aussicht von Isabelle

Isabelle, aus Conthey (VS), Kinderpflegefachfrau und Arztsekretärin, verpflichtete sich für einen 2-jährigen Einsatz an Bord der Africa Mercy.

Mercy Ships : Isabelle, was machst du auf dem Schiff ?

Isabelle : „Ich arbeite als Pflegefachfrau in der Aufnahmestation. Jeden Tag gehe ich nach draussen, um die Leute zu empfangen, die einen Termin haben. Danach werden ihnen im persönlichen Gespräch Fragen zu ihrer Gesundheit gestellt, die Vitalzeichen gemessen und eine Blutentnahme gemacht.“

Wie spielt sich dieser erste Kontakt mit den Patienten ab ?

„Patienten mit teilweise riesigen Tumoren zu sehen, war am Anfang eine Herausforderung für mich. Doch schnell war ich von Mitgefühl ergriffen und konnte diesen Leuten ein Lächeln schenken. Für manche ist es lange her, seit sie das zum letzten Mal erlebten, da sie häufig nicht einmal anschaut werden. Deshalb, Schrittchen für Schrittchen, setzt Vertrauen ein. Ich hatte die Freude ein blindes Kind zu empfangen, das an Grauem Star litt. Er wollte alles um sich herum ertasten. Daraufhin schenkte ich ihm ein Plüschtier und er freute sich riesig darüber.“

Hast du Maomai getroffen ? (*)

„Ja, ich habe sie getroffen. Ihr Tumor, gleich gross wie ihr Kopf, war eindrücklich. Sie war so klein und zerbrechlich. Aber dank der Operation konnten wir ihr eine neue Chance geben, ihr Leben zu geniessen. Nach ihrer Operation habe ich sie regelmässig gesehen, da sie für längere Zeit an Bord geblieben ist. Ihre Mutter kümmerte sich rührend um sie, noch mehr nachdem sie all die Pflegefachfrauen gesehen hatte, die um ihr Leben kämpften."

Ein Schlusswort ?

„Ich bin sehr froh, dass ich meinen Traum ausleben kann, auch wenn nicht immer alles rosig ist. Ich habe sehr viel über mich selber gelernt und möchte mich weiter verbessern. Ich glaube, dass ich, seit ich hier bin, mehr erhalten habe als dass ich den Leuten geben konnte! Ich dachte es wäre umgekehrt!!! Die Patienten sind so dankbar und ich geniesse diesen ersten Kontakt mit ihnen sehr.“

Danke, Isabelle!

(*) Um Maomai’s Geschichte zu lesen, bitte klicken Sie hier. 

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