Gynäkologische Operationen
Millionen von Frauen müssen wegen der demütigenden Auswirkungen einer Scheidenfistel täglich mit Ablehnung leben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass weltweit mehr als 2 Millionen Frauen und Mädchen an Fisteln leiden. Pro Jahr kommen zwischen 50’000 und 100’000 neue Fälle dazu.
Geburtshilfe
Ohne gynäkologische Betreuung leiden die Frauen in Entwicklungsländern oft an tagelangen Wehen und bringen dann ein totes Kind zur Welt. Als gesundheitliche Folge bleibt ihnen in vielen Fällen das unangenehme Symptom einer Scheidenfistel.
Scheidenfisteln
Wenn die Wehen zu lange dauern oder andere Probleme vorliegen, kann das Gewebe zwischen Scheide und Blase reissen. Es entsteht ein Loch, durch das Urin und manchmal auch Exkremente unaufhörlich auslaufen. Ein normales Leben ist so nicht mehr möglich. In manchen Teilen der Welt, in denen der Wert einer Frau in ihrer Fähigkeit zum Gebären und ihrer Arbeitskraft liegt, wird sie von Mann und Familie verstossen und mit ihrem Leiden allein gelassen.
Mercy Ships führt an Bord der Schiffe kostenlose Fisteloperationen durch. Bis zur Genesung bleiben die Frauen auf der Krankenstation. Zum Abschied erhalten sie neue Kleider und Kopftücher als Symbol für ihr neues Leben.
Aberdeen-Klinik
Neben den kostenlosen Scheidenfisteloperationen an Bord hat Mercy Ships 2005 in Freetown in Sierra Leone eine Frauenklinik eröffnet. Die Aberdeen-Klinik dient als Gebärklinik für die Frauen der umliegenden Region und ist eine von nur fünf Stellen auf dem afrikanischen Kontinent, in der Scheidenfisteln operiert werden.
Mercy Ships statistische Angaben
- Über 56’000 lebensverändernde Operationen wie z.B. Korrekturen von Lippen- und Gaumenspalten, Operationen am Grauen Star, orthopädische Eingriffe, Gesichtsrekonstruktionen und Scheidenfisteloperationen.
- Aufbau eines Gesundheitszentrums für Frauen und Kinder in Westafrika, in dem bereits mehr als 1’558 gynäkologische Eingriffe sowie rund 28’900 ambulante Behandlungen von Kindern erfolgten.


Schweiz




